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 KAFFEE WELT
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Rohkaffee ist ein - zugegeben edles - Produkt. Aber auf dem Weg zum perfekten Kaffeegenuss fehlt noch die Rösterei. Erst hier wird aus den noch rohen Kaffeebohnen das gemacht, was wir landläufig unter Kaffee verstehen...



 

Dass Kaffee immer erst am Ort seiner Bestimmung geröstet wird, hat Gründe: Die Art und der Grad der Röstung entscheiden über den späteren Geschmack des Kaffees und dieser differiert von Land zu Land. Lieben die Italiener ihren Kaffee zum Beispiel dunkel und kräftig, mögen ihn andere eher hell und mild.

Die Kaffeebohnen werden in einer Trommel geröstet. Beim Rösten werden Pflanzenfasern verkohlt und nehmen den bräunlichen Farbton an. Das Wasser entweicht großteils und die Bohnen werden spröde, was wiederum eine Voraussetzung für das spätere Mahlen ist.

Auch im Inneren der Bohne laufen komplexe chemische Vorgänge ab: Die typischen Aromastoffe (ätherische Öle) und andere Röstprodukte (v.a. Furfurol, Essigsäure, Purinderivate und Phenole) werden gebildet, der Fettgehalt der Bohne nimmt etwas zu, der enthaltene Zucker karamelisiert. Obwohl die Kaffeebohnen an Substanz verlieren, gewinnen sie beträchtlich an Volumen, da sich die Rohfasern bei der Röstung aufblähen.

Der Zeitpunkt für den Abbruch der Röstung hängt von der Farbentwicklung der Bohnen ab. Um die Bohnen auf ihre Farbe hin zu prüfen, werden Proben entnommen. Ist der gewünschte Farbton erreicht, wird der Vorgang abgebrochen und die gerösteten Kaffeebohnen werden in ein Kühlsieb mit einem Kaltluftstrom weitergeleitet. Der Einsatz von Wasser zur schnelleren Kühlung würde die Kaffeequalität beeinflussen, da dies u.a. den Verlust von flüchtigen Aromastoffen beschleunigt.